Der Live-Scanner ist ein kleines Programm für Mac und Windows, das neben deinem Auktions-Stream liegt. Das Laden dauert eine Minute – die eine Hürde kommt danach, und sie sieht schlimmer aus, als sie ist.
livescan.py von Hand.Die aktuelle Fassung liegt bei den Veröffentlichungen des Projekts – ein Paket für Mac, eines für Windows.
Auf dem Mac das Archiv entpacken und die App nach Programme ziehen. Unter Windows entpacken und starten.
Beim ersten Start fragt der Scanner nach der Adresse deiner
Nupplo-Instanz, Benutzername und Passwort. Abgelegt wird
danach nur ein Token – das Passwort selbst nicht. Es
landet in ~/.brickfolio-livescan.json, im Benutzerordner
und nicht in der App.
Hier steigen die meisten aus, und das ist schade – denn die Meldung ist zu erwarten und sagt nichts über das Programm aus.
„Apple konnte nicht überprüfen, ob Nupplo Live-Scanner frei von Schadsoftware ist." Das bedeutet nicht, dass etwas gefunden wurde, sondern dass nicht nachgesehen wurde: Die App ist nicht bei Apple notarisiert, und das setzt ein Entwicklerkonto für 99 € im Jahr voraus. Es ist ein Preisschild, kein Befund.
Der Dialog bietet In den Papierkorb legen und Fertig an. Klick auf Fertig – der Versuch muss einmal stattgefunden haben, sonst gibt es den nächsten Schritt nicht.
Systemeinstellungen → Datenschutz & Sicherheit, dann ganz nach unten scrollen. Dort steht jetzt eine Zeile mit Dennoch öffnen.
Wer lieber tippt, macht es in einem Rutsch im Terminal:
xattr -dr com.apple.quarantine "/Applications/Brickfolio Live-Scanner.app"
macOS fragt einmal danach, und der Scanner braucht sie: Er nimmt ja einen Ausschnitt deines Bildschirms auf. Ohne diese Freigabe kommt statt des Ausschnitts ein schwarzes Bild – zu finden unter Systemeinstellungen → Datenschutz & Sicherheit → Bildschirmaufnahme.
Rechtsklick → Öffnen hilft hier nicht. Das war bis macOS 14 der übliche Trick; seit macOS 15 hat Apple ihn für genau diesen Dialog abgeschafft. Anleitungen im Netz, die es noch empfehlen, sind veraltet.
Unter Windows meldet sich SmartScreen statt Gatekeeper, aus demselben Grund: kein Zertifikat. Einmal Weitere Informationen und dann Trotzdem ausführen.
Die Sperre hängt am Download, nicht an der App: Der Browser hängt jeder geladenen Datei ein Quarantäne-Merkmal an. Holt der Scanner die neue Fassung ab 1.7.0 selbst, entsteht es gar nicht erst – und du wirst nie wieder gefragt. Wer die App aus dem Quellcode baut, sieht die Warnung nie.
Nur, was aus demselben Haus kommt. Vor dem Austausch vergleicht der Scanner die Signatur des geladenen Pakets mit seiner eigenen; weicht sie ab oder fehlt sie, bleibt alles, wie es war.
Adresse und Token liegen im Benutzerordner, nicht in der App. Eine neue Fassung darüberlegen heißt also nicht, sich neu anzumelden.